Nüsse, Milch und Steinobst: Wie gefährlich sind Allergien wirklich?

15.06.2020

Juckender Hautausschlag, Atembeschwerden oder Rötung der Haut: Allergien sind unangenehm und können sehr gefährlich werden. Kommt es zu einer schweren allergischen Reaktion, kann sogar notärztliche Hilfe notwendig sein.

Fast jeder vierte Deutsche leidet unter einer oder mehreren Allergien. Von Hausstaub über Pollen bis hin zu dem großen Bereich der Lebensmittelallergien: Allergische Erkrankungen schränken die Menschen in ihrem Leben erheblich ein. Darüber hinaus können sie lebensbedrohliche Symptome auslösen. Vor allem bei einer Lebensmittelallergie reichen meist schon geringe Mengen, um starke Reaktionen auszulösen, die tödlich enden können.

Wie entsteht eine allergische Reaktion?

Die einen genießen Tag für Tag leckere Nüsse, Steinobst und Kuhmilch. Die anderen bekommen selbst bei kurzem Kontakt mit diesen Lebensmitteln einen juckenden Hautausschlag, geschwollene Augen oder Atembeschwerden. Diese Symptome entstehen durch eine Überempfindlichkeitsreaktion, die durch das Immunsystem ausgelöst wird. Der Organismus reagiert auf eigentlich harmlose Eiweiße, stuft diese irrtümlich als gefährlich ein und bildet Antikörper.

Verschiedene Grade einer Allergie zeigen, wie lebensbedrohlich der Kontakt mit bestimmten Lebensmitteln werden kann. Bei Grad 0 kommt es zu einem leichten Juckreiz an den Schleimhäuten, Grad 4 stellt jedoch schon einen medizinischen Notfall da. Hierbei herrscht akute Lebensgefahr. Ärzte sprechen auch von einem anaphylaktischen Schock.

Was ist der Unterschied zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit?

Die Begriffe Allergie und Unverträglichkeit werden im Alltag oft synonym verwendet – haben jedoch zwei ganz unterschiedliche Bedeutungen. Denn Allergien zeigen innerhalb von wenigen Minuten Symptome, Unverträglichkeiten zeigen sich teilweise erst nach 72 Stunden und sind deswegen schwieriger festzustellen. Zudem werden Unverträglichkeiten durch andere Ursachen hervorgerufen als Allergien. Das Immunsystem spielt hierbei keine Rolle. Ein Mangel an Enzymen, Stoffwechselerkrankungen oder pharmakologisch wirksame Stoffe wie Histamine können eine Unverträglichkeit auslösen. Die Auswirkungen von Unverträglichkeiten sind unangenehm, meist jedoch nicht lebensbedrohlich. Bauchschmerzen, Gewichts- und Hautprobleme sowie Migräne oder Gelenksbeschwerden können Anzeichen sein.

Eins bleibt festzuhalten: Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten müssen sich gewissenhaft mit der eigenen Ernährung auseinandersetzen und die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln genau checken. Die Allergenkennzeichnung der Lebensmittel kann dabei oft behilflich sein.

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